Vor Jahren ein “Einblatt” vom Sterbetisch eines Discounters gerettet!

Übermittelt durch User: SchmausiMausi78

Hallo Leute,  heut möchte ich über ein Experiment schreiben, dass ich schon vor ca. 2 Jahren in Angriff genommen habe, und zwar mit dem Seramis Tongranulat. Da ich ja nicht zum ersten Mal bei der Seramis-Umtopfaktion mitmachen darf, möchte ich euch diesen Langzeitbericht nicht vorenthalten, auch wenn das Experiment bereits vor längerer Zeit gestartet wurde.  Also, ich habe mir vor Jahren ein Einblatt vom „Sterbetisch“ eines Discounters gekauft bzw. gerettet, das schon sehr mitleidig aussah. Irgendwie hab ich aber Glück mit dieser Art von Pflanzen, denn sie wuchern bei mir ohne Ende (schon fast wie Unkraut im Garten… 😉
und so hatte sich auch diese Pflanze schnell erholt.
Nur leider hatte ich immer wieder mit Schädlingsbefall  der Erde zu kämpfen, v.a.diese kleinen Trauer- / Kribbelmücken wurde ich einfach nicht los. Da das Einblatt zudem scheinbar die Erde „auffrisst“, habe ich dann einfach beschlossen, mal auszuprobieren, ob die sehr genügsame Pflanze nicht auch nur auf Seramis wachsen würde. Damit hätte ich das Problem der Mücken gelöst (die mögen Seramis nämlich nicht) und das Problem des permanenten Erde-Nachfüllens auch (in einer kleinen Wohnung ohne Stauraum einen großen offene Sack Erde rumliegen lassen müssen ist weder ästhetisch noch hygienisch, da ist das mit den kleinen Säckchen Seramis schon viel besser). Für mich fraglich war nur, ob Seramis alleine einer Pflanze genügen kann.   Heute, über zwei Jahre später, kann ich ruhigen Gewissens sagen: Meinem Einblatt hat es nicht geschadet ! Übers Jahr verteilt habe ich immer wieder Blüten und dem Wachstum hat es auch nicht geschadet. Ich ziehe mir inzwischen sogar Ableger davon, die ich zu allen möglichen und unmöglichen Gelegenheiten in Verwandtschaft und Freundeskreis verschenke, weil ich nicht mehr weiß, wohin damit.

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  Auch meine 4-jährige Tochter ist inzwischen vom Einblatt-Fieber gepackt und sie setzt sich bei jeder Umtopfaktion (wir nehmen 2x im Jahr die ganzen kleinen Ableger aus dem Topf der Mutterpflanze raus und nutzen die Gelegenheit, dann das Substrat zu ca. 1/3 zu erneuern) selber Baby-Einblätter ein, die sie dann in ihrem Kinderzimmer pflegt und gießt, bis eine erste Blüte kommt und wir sie weiterverschenken. Natürlich hat sie aber den ersten Ableger, den sie selber gepflanzt hat, behalten dürfen, das muss schon sein. -Und in Kürze werden wir wohl auch von diesem die ersten Ableger haben, denn sonst haben wir das gleiche Problem wie bei der Mutterpflanze: Topf zu klein !  Wie pflegen wir unsere Einblätter, wenn wir sie so ganz ohne Erde halten? Eigentlich ganz einfach: 2x im Jahr 1/3 des Substrats erneuern, im Winter 1x wöchentlich – im Sommer 2x wöchentlich reichlich gießen und bei jeder 2. oder 3. Gießkanne Seramis Dünger für Blühpflanzen oder für Orchideen verwenden.  Ich habe eh den Eindruck, dass das Einblatt so eine richtig klassische Pflanze ist für alle, die nicht unbedingt einen grünen Daumen haben: Wuchert ohne Ende, zeigt deutlich, wann es allerhöchste Zeit ist zu gießen (dann werden die Blätter schlaff), erholt sich aber auch wenn man das Gießen mal total übersehen hat, sehr schnell und vollständig, blüht leicht und jedes Jahr neu und oben drein hat man auch noch -wenn man es so macht wie wir-  permamente kleine Mitbringsel zu diversen Festen und Feiern, die so gut wie nichts kosten, nett anzusehen sind, wenig Arbeit beim Beschenkten machen (danke Seramis noch weniger) und zu 100% von Herzen kommen !  In diesem Sinn: Wieder mal Daumen hoch für Seramis und schöne Grüße…
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Eine Antwort auf Vor Jahren ein “Einblatt” vom Sterbetisch eines Discounters gerettet!

  1. Contadora sagt:

    Das weckt Erinnerungen. 🙂 Ich habe auch eine Orchidee gerettet, und sie war bei mir schon in Vergessenheit geraten, weil sie seit Jahren nicht mehr blüte. Und nun dank Seramis, habe ich die erste Blüte entdeckt. Heimlich still und leise hat sie sich erholt.

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